Die Wuppertaler Schwebebahn

Von der Wuppertaler Schwebebahn hat bestimmt schon jedes Kind in ganz Deutschland gehört. Dieses einmalige Verkehrsmittel wurde im März des Jahres 1901 in Betrieb genommen und wurde in der damaligen Zeit als ein Wunderwerk der Technik angesehen. Seitdem stellt die Hochbahn gleichsam das Wahrzeichen der Stadt Wuppertal dar und wurde im Mai des Jahres 1997 unter Denkmalschutz gestellt. Bei der Schwebebahn in Wuppertal handelt es sich um eine einschienige Hängebahn. Die Strecke der Bahn verläuft von Wuppertal-Vohwinkel über Elberfeld-West, Elberfeld und Barmen bis nach Wuppertal-Oberbarmen und zurück. Da sich die Topografie der Stadt Wuppertal durch ihre Tallage auszeichnet und der Verlauf der Bahn dem Tal der Wupper folgt, werden durch die Schwebebahn die wichtigsten Teile der Stadt erschlossen. Die Länge der Strecke beträgt mehr als 13 km, so dass in beide Richtungen insgesamt knapp 27 km Streckengleise in Betrieb sind. Hinzu kommen etwa 1400 m Betriebsgleise.

Das Trägersystem der Bahn besteht aus schräg angeordneten Stützen, die in der Mitte die zweischienige Trasse tragen. Der Antrieb der Bahn erfolgt mit Elektromotoren, die mit einer Gleichspannung von 600 V betrieben werden. Die Spannungsversorgung der Antriebseinheiten erfolg über Schleifkontakte von einer parallel verlaufenden Stromschiene aus. Insgesamt werden 20 Haltestellen von der Schwebebahn bedient. Die Bahn verkehrt von 5 Uhr am Morgen bis 23.30 am Abend. An den Wochenenden beginnt der Regelbetrieb 2 Stunden später als an den normalen Wochentagen. In den Hauptverkehrszeiten verkehrt die Bahn im 3-Minuten-Takt in den Spitzenzeiten und im 5-Minuten-Takt außerhalb dieser. Die Nebenverkehrszeiten werden im 15-Minuten-Takt bedient. Insgesamt gibt es 27 Züge, von denen maximal 22 gleichzeitig im Einsatz sind. Die Züge wenden an den Wendeschleifen jeweils am Anfang und am Ende der Strecke. Zusätzlich zu den Wendeschleifen wurde eine eigenständige Drehscheibe in Betrieb genommen.

Im April des Jahres 1999 ereignete sich der bisher folgenschwerste Unfall der Wuppertaler Schwebebahn. Dabei stürzte ein Triebwagen in den Fluss, wobei fünf Passagiere ums Leben kamen und 47 verletzt wurden. Die Ursache für diesen Unfall war ein Bauteil, das nach Wartungsarbeiten nicht von den Schienen abmontiert wurde und den auffahrenden Zug durch die Wucht des Aufpralls aus der Schiene hob. Dieser Unfall ist nicht auf einen Systemfehler oder technischen Defekt zurückzuführen, so dass ein weiterer Betrieb der Schwebebahn nie ernsthaft in Frage stand. So ist die Schwebebahn in Wuppertal nach wie vor ein Wahrzeichen ihrer Stadt.